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Bianca Tschaikner

geboren 1985, ist Künstlerin und lebt in Dornbirn, Österreich. Sie studierte Vergleichende Literaturwissenschaften in Wien und Mediengestaltung in Dornbirn und Santiago de Chile.

Von 2012-14 studierte sie Druckgrafik in der International School of Graphic Arts Il Bisonte in Florenz und an der Fundación CIEC in Betanzos, Spanien. 2017 schloss sie ihren Master in Illustration an der Accademia di belle Arte in Macerata, Italien, ab. Ihre Arbeit umfasst Druckgrafik, Zeichnung, Text, Keramik und verschiedene Buch- und Kunstbuchprojekte und befasst sich im weitesten Sinne mit der Erforschung kultureller Narrative während ausgedehnter Auslandsaufenthalte z.B. in Japan, Pakistan, Indien, Indonesien, Iran, Italien und Spanien, oft mit einem anthropologischen Zugang und einem besonderen Interesse an Mikrogeschichte, Mythologien, ruralen Gesellschaften und matriarchalen Lebenswelten. Dabei ist der zentrale Kern ihrer Arbeit das Geschichtenerzählen in Bild und Text und die Suche nach Geschichten, Bildern und Atmosphären in verschiedenen Mikrokosmen. Zahlreiche Ausstellungen in Museen und Galerien im In- und Ausland. Seit 2022 arbeitet sie in ihrem Studio in Dornbirn.

Land des Leoparden 
7. März – 24. April 2026

Die Galerie Sylvia Janschek lädt zur Ausstellung “Land des Leoparden” mit neuen Arbeiten der Künstlerin Bianca Tschaikner. Gezeigt wird eine Serie von Malerei auf Papier aus Japan und Korea sowie Porzellanobjekte. Die Arbeiten der Serie entstehen im Sommer 2024 in einem Olivenhain in den toskanischen Hügeln, einem Ort, der so abgelegen ist, dass der Postbote die Papierlieferung verweigert.

Die lichte Welt der sanften Hügel Palaias birgt dunkle Dinge: Geisterdörfer, ein verwunschenes Kastell, der unaufgeklärte Mord von Elvira Orlandini. Geschichten, die geflüstert werden.
In der alten Villa soll es spuken, im Wald will jemand ein Einhorn gesichtet haben; Das Papier wird zur Projektionsfläche für die Geschichten einer mythologischen Landschaft, die Pigmente sind aus Florenz, die Farben sind Ultramarin und Zinnober.

In einer Straße in Florenz taucht, unvermittelt, wie ein Trugbild, das Bild des goldenen Leopard auf: Bianca Tschaikner wird ihm am Ende des Sommers nach Sizilien nachreisen, zum fast tausendjährigen goldenen Mosaik in der Capella Palatina im alten Palermo, wo er im Paradiesgarten zwischen Dattelpalmen und Pfauen schreitet. Aber noch ist er Imagination: Der goldene Leopard, uralt und lebendig, webt sich langsam ein in die Bilderwelt Palaias und führt aus ihr wieder hinaus. Mit ihm taucht die Palme auf und wird zu einer Metapher für die Sehnsucht nach der Insel im Süden.

Das Land des Leoparden ist ein Bilderraum, der die Erkundung eines Anderswo nachzeichnet, die halb Erinnerung, halb Evokation ist: Er wird zur Kartografierung eines Landes, dessen Wirklichkeit sich aus der Fantasie speist.